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Sicherheitsschulung und Prüfung
Deine Plattform für Verbindung von Achtsamkeit – Mindfulness – und Bogenschießen

Kostenlose Online Sicherheitsschulung und Prüfung

Welche Form des Bogenschießens auch praktiziert wird: Die Sicherheit hat an erster Stelle zu stehen. Es gibt eine Reihe von Sicherheitsregeln, die Bogenschießende beachten müssen, um das Risiko von Fremd- und Selbstgefährdungen zu minimieren. Außerdem sind einige Verhaltensregeln zu beachten, die dafür sorgen, dass ein gutes Miteinander auf Bogensportanlagen stattfindet. Die erfolgreich abgelegte Prüfung – ein umfangreicher Multiple-Choice Onlinetest – ist für alle unsere SchülerInnen verpflichtender Bestandteil ihrer Ausbildung. Der Test kann unkompliziert und auch von allen Menschen, die ansonsten keine unserer Ausbildungen in Anspruch nehmen, kostenlos absolviert werden.

Gefahrenpotentiale erkennen
Unfallrisiko minimieren
Achtsames Miteinander

Informationen zur Sicherheitsschulung und Prüfung

Wir sehen, dass viele Angebote in diesem Bereich für Interessierte mit einigen Hürden verbunden sind. (Beispielsweise Zwangs-Mitgliedschaften in Vereinen oder Interessierte sehen sich zu weit umfangreichen Ausbildungen – und damit Kosten – genötigt, als für die allgemeine Sicherheit eigentlich notwendig.)
Wir sind überzeugt, dass das Wissen um grundlegende Sicherheits- und Verhaltensregeln einfach, unkompliziert und kostenlos zugänglich sein soll.
Alle interessierten Personen können sich unsere Online-Sicherheitsschulung in Videoform ansehen und sich die Sicherheitsregeln und ihre Erklärungen durchlesen. Wer möchte, kann dann einen Online-Test dazu absolvieren. Bei erfolgreichem Abschluss gibt es ein Zertifikat.
Bevor Du loslegst, lies Dir bitte die folgenden Informationen durch:

Ist eine Prüfung verpflichtend, um Bogenschießen zu dürfen?

Es gibt in Österreich derzeit keine gesetzlichen Vorschriften zu einer solchen Prüfung. AnlagenbetreiberInnen können im Rahmen ihres Hausrechts selbst festlegen, ob auf ihren Anlagen Nachweise zu Kenntnissen oder Fähigkeiten vorgelegt werden müssen und welche sie akzeptieren oder nicht.

Welchen Sinn hat eine solche Sicherheitsschulung?

Bogenschießen ist bislang ein sehr sicherer Sport, bei dem kaum Unfälle passieren. Allerdings erhöht sich durch die in den vergangenen Jahren steigende Anzahl von Bogenschießenden natürlich auch das Unfallrisiko. Allen Bogenschießenden und AnlagenbetreiberInnen sollte es ein Anliegen sein, dass Bogenschießen sicher bleibt – auch deshalb, damit sich der Gesetzgeber nicht eines Tages genötigt sieht, den Zugang zum Bogenschießen gesetzlich zu regulieren. Dies würde die Ausübung des Bogenschießens massiv verkomplizieren und verteuern.

Was kann eine theoretische Online-Sicherheitsschulung und Prüfung wie eure tatsächlich bewirken?

Wir raten natürlich allen AnfängerInnen dazu, sich eine gesunde Schießtechnik von erfahrenen Personen zeigen zu lassen. Allerdings: Unserer Erfahrung nach entstehen fast alle potenziell gefährlichen Situationen für Dritte durch Unkenntnis der Sicherheitsregeln und nicht durch eine unvorteilhafte Schießtechnik. Ergo sind wir überzeugt, dass unser Angebot die Sicherheit beim Bogenschießen erhöht.

Ist das Zertifikat überall gültig?

Wie oben gesagt, entscheiden Anlagenbetreiber selbst, nach welchen Kriterien sie Bogenschießende auf ihre Anlagen lassen. Da unsere Schulung aber für alle auf dieser Webseite einsehbar ist, können sich Betreiber über die Inhalte ein Bild machen und feststellen, ob diese ihren Ansprüchen genügen.

Ist das dasselbe wie die ÖBSV Safety First/Platzreifeprüfung/Parcoursreifeprüfung?

Die Bogenmensch Bogenschule ist ein privater, Verbands- und Vereins- unabhängiger Ausbildungsdienstleister im Bereich Bogenschießen, Achtsamkeit und Mentaltraining.
Die „Safety First“  des ÖBSV ist das erste Modul des sogenannten Rot-Weiß-Roten-Pfeils, der vom österreichischen Bogensportverband als Schützenausbildung angeboten und innerhalb deren eigenen Ausbildungssystems vermittelt wird. Es handelt sich also um zwei verschiedene Angebote. 
Die wichtigsten Verhaltens- und Sicherheitsregeln für das Bogenschießen sind im Kern aber natürlich überall dieselben, weshalb inhaltliche Überschneidungen natürlich und sinnvoll sind.

Sicherheitsschulung

Im Folgenden findest Du die Sicherheitsregeln zum Bogenschießen in Videoform. Ebenso, kannst Du Dir sie darunter in Textform durchlesen. Wenn Du noch Fragen hast, wende Dich gerne an info@bogenmensch.at . Wir nehmen entsprechende Frage und Antworten darauf, dann im Laufe der Zeit im Bereich „Kundenfragen Sicherheit“ zusätzlich auf.
Wenn Du alles schon weißt, dann klicke hier, um zur Prüfung zu kommen.

Hausverstand einschalten!

Die erste und wichtigste Sicherheitsregel: Den gesunden Hausverstand einschalten. Macht euch bewusst, dass Pfeil und Bogen ursprünglich für die Jagd erfunden wurden. Auch wenn wir heute meistens geringere Zuggewichte schießen und natürlich keine Jagdspitzen verwenden, kann ein Pfeiltreffer schwere oder auch tödliche Verletzungen verursachen.
Es sollte also selbstverständlich sein, niemals – auch nicht zum Spaß – auf Lebewesen zu zielen oder auf etwas anderes zu schießen, als dafür geeignete Ziele.

Eigenverantwortlich handeln!

Die Verantwortung tragt ihr selbst und niemand anderer. Ihr müsst euch vergewissern, dass alle Kriterien erfüllt sind, die dafür sorgen, dass ihr durch das Abschießen eines Pfeils keine Menschen oder Tiere gefährdet und auch kein fremdes Eigentum beschädigt.

Kein Alkohol!

Den Bogen niemals unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen benutzen.

Regeln immer lesen!

Die auf Bogensportanlagen ausgeschilderten Regeln immer lesen, auch wenn ihr die Sicherheitsregeln prinzipiell schon kennt. Es kann immer sein, dass es besondere, lokal individuelle Zusatzregelungen gibt.

Bogen sicher aufspannen, Standhöhe überprüfen, Materialkontrolle vor dem Schießen

Der Bogen wird am sichersten mithilfe einer Spannschnur oder eines Spannbocks gespannt. Das Spannen über das Bein oder andere Methoden sind prinzipiell möglich, erhöhen aber bei unsachgemäßer Anwendung die Wahrscheinlichkeit, den Bogen zu beschädigen oder sich selbst dabei zu verletzen.

Bitte lasse Dir als Anfänger eine sichere Methode zum Aufspannen von Deinem Bogenhändler oder erfahrenen Personen zeigen.

 

Standhöhe:

Die Standhöhe wird vom tiefsten Teil des Bogengriffs im rechten Winkel zur Sehne gemessen. Sie sollte sich im vom Hersteller empfohlenen oder durch Erfahrung als passend herausgefunden Bereich befinden. Ist die Standhöhe zu nieder, sind sowohl ein Durchschlagen der Sehne an das Handgelenk, als auch Beschädigungen des Bogens möglich.

 

Materialkontrolle:

Vor Schießbeginn Bögen und Pfeile auf Schäden kontrollieren und den sicheren Sitz aller Elemente und Anbauten kontrollieren. Dazu gehört insbesondere:

 

Beim Bogen:
Fester Sitz der Wurfarmschrauben oder Tillerschrauben bei Take-Down Bögen.
Sehne liegt in den Kerben der Wurfarmenden und in der Mitte der Wurfarme auf und ist unbeschädigt.
Alle etwaigen Anbauten sind sicher befestigt und intakt.
Allgemein auf auftretende Risse oder sich ablösende Laminierungen achten.

 

Beim Pfeil:
Schaft darf keinesfalls angebrochen oder eingerissen sein, da der Pfeil im Abschuss sonst brechen und schwere Verletzungen verursachen könnte. Sichtkontrolle, bei Carbonpfeilen flex-it-first Test durchführen.
Nocken, Spitzen und Federn müssen fest am Schaft sitzen und intakt sein.

Ausschließlich Scheibenspitzen verwenden

Scheibenspitzen sind rund, ohne Schneiden oder Widerhaken. Die Verwendung von modernen oder historischen Jagd- oder Kriegsspitzen ist auf Bogensportanlagen nicht erlaubt. Sie zerstören die Zielscheiben und würden – sollte es doch einmal zu einem Unfall, sei es durch einen Schuss oder einen Sturz in den Pfeil kommen – wesentlich größere und gefährlichere Wunden verursachen als Scheibenspitzen.

Immer in einer Reihe nebeneinander bzw. auf der Schießline stehen.

Schießen mehrere Personen gleichzeitig, haben diese immer in einer Reihe nebeneinander zu stehen, da Pfeile bei Nockbruch beinahe im 90° Winkel vom Bogen wegspringen können. Also niemals versetzt hintereinanderstehen.
Ist eine auf den Boden aufgebrachte Schießlinie vorhanden, befindet sich diese in der Regel zwischen den Beinen der Schießenden. Das kann auf manchen Bogensportanlagen – häufig 3D Parcours – anders gehandhabt sein: Einfach im Vorfeld immer informieren bzw. Vereinbarung mit den anderen Schützen treffen.
Sind keine Kennzeichnungen der Schießlinie vorhanden, natürlich ebenfalls mit den anderen Schützen die Ausrichtung koordinieren.

Safety First

Zuschauer stehen beim Bogenschießen hinter den Schützen

Zuschauer stehen immer hinter den Schützen, mit einem Abstand von idealerweise mindesten fünf Metern, bzw. in den dafür gekennzeichneten Bereichen. Lassen sich aufgrund der Gegebenheiten einer Anlage keine fünf Meter einhalten, wird der noch größtmögliche Abstand gewählt.

Sicherheitsbereiche beachten

Sicherheitsbereiche meint hier jene Bereiche, die während dem Schießen zur Sicherheit immer frei von Menschen, Tieren und fremden Eigentum sein müssen. Diese Bereiche sind auf Scheibenplätzen meist markiert oder ergeben sich durch bauliche Gegebenheiten. Sie beginnen – da der Pfeil bei Materialschäden eben seitlich vom Bogen abspringen kann – mit der Schießlinie.
Auf 3D- oder Feldparcours, wo häufig keine derart klare Kennzeichnung gegen ist, kann als grobe Faustregeln für eine Einschätzung, ob Mitschützen den Sicherheitsbereich des aktuellen Ziels bereits verlassen haben, ein Winkel von jeweils 45° nach links und rechts als Mindest-Sicherheitsbereich angenommen werden. Dieser sich in Schießrichtung verbreiternde Keil sollte – falls keine ausreichenden künstlichen oder natürlichen Schießbahnabschlüsse gegeben sind – eine Mindestlänge von 150 (!) Metern aufweisen, da vom Ziel nach oben abprallende Pfeile noch weite Strecken zurücklegen können.
Im Zweifel immer lieber länger warten und einen größeren Sicherheitsbereich annehmen.

Gefahrenbereiche beim Scheibenschießen nach ÖNORM S 1244. Verwendung mit freundlicher Genehmigung durch  Austrian Standards. Link zur Önorm: https://shop.austrian-standards.at/action/de/public/details/410071/OENORM_S_1244_2012_01_01

 

Pfeile erst einlegen, wenn die Sicherheitsbereiche frei sind

Der Pfeil wird immer erst dann zum Bogen gebracht, wenn die Sicherheitsbereiche frei sind. Dies verhindert, dass jemand in einen bereits eingelegten Pfeil läuft und verringert auch die Wahrscheinlichkeit, dass aus Unachtsamkeit mit dem Schießen begonnen wird, bevor die Sicherheitsbereiche frei sind.

Signale beachten/geben

Für den Schießbeginn und danach für das Pfeile holen, sollten Signale vereinbart werden. Das kann zum Beispiel durch die Wörter: “Scheibe frei” und “Pfeile” geschehen. Dabei geben alle Bogenschießenden das vereinbarte, verbale Signal und sehen sich dabei auch um, ob die Sicherheitsbereiche nur frei sind, bzw. jeder mitbekommen hat, dass nun Pfeile geholt werden.
Selbstverständlich kann auch eine einzelne Person, beispielsweise mit einer Pfeife, entsprechenden Signale geben. In diesem Fall müsst ihr euch dennoch nochmal selbst überzeugen, ob wirklich alle das Signal mitbekommen haben.
Die Koordination mit anderen Bogenschießenden diesbezüglich, darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Beim Pfeil einlegen muss die Spitze immer Richtung Boden und/oder Richtung Ziel zeigen.

Ebenso ist darauf zu achten, dass der Bogen in einer Weise gehoben und gespannt ist, die andere nicht behindert. Da bei mehreren Schützen die Abstände mitunter sehr knapp sind, sollte der Bogen also immer in der Senkrechten gehalten und gehoben werden.

Nicht im steilen Winkel nach oben oder von der Seite her spannen

Der Bogen wird immer so gespannt, dass der Pfeil bei unbeabsichtigtem Lösen nicht in hohem Bogen über das Ziel fliegen kann. Die Bogenhand sollte also nicht höher als die Zughand gehen, da sich sonst ein sehr steiler Anfangswinkel für den Pfeil ergibt. Ebenso wird natürlich so gespannten, dass der Pfeil die Sicherheitsbereiche seitlich nicht verlassen kann.

Schießlinie nicht verlassen falls ein Pfeil zu Boden fällt

Falls ein Pfeil beim Einnocken zu Boden fällt und ohne einen Verlassen der Schießlinie nicht mehr erreicht werden kann, bleibt er bis zum Pfeile holen liegen.

Keine Querschüsse und keine Schüsse auf hängende Pfeile

Nicht über Kreuz auf Ziele schießen und absprechen, wer auf welches Ziel schießt. Prinzipiell wird immer nur in gerader Linie und nur auf ein Ziel geschossen. Bei zu wenig Zielen kann man sich nach Absprache ein Ziel teilen.
Auf Einschießplätzen von 3D Parcours wird das häufig etwas lockerer gehandhabt und auch schräg und zu mehrt auf verschiedene Ziele geschossen. Diesbezüglich einfach schauen oder nachfragen, wie die Gepflogenheiten sind.
Selbstverständlich muss jedoch auch hierbei so geschossen werden, dass die Pfeile im Sicherheitsbereich bleiben.
Nicht auf hängende Pfeile schießen. Manchmal bleiben Pfeile nicht ordentlich im Ziel stecken, sondern hängen nur lose mit der Nocke nach unten im Ziel. In diesem Fall wird das Ziel nicht weiter beschossen, da sonst Gefahr beseht, den hängenden Pfeil zu zerschießen.

Pfeile sicher ziehen

Beim Pfeile ziehen steht ihr immer neben und niemals hinter den Pfeilen, Ihr greift die Pfeile möglichst nahe an der Scheibe und zieht sie gerade nach hinten heraus. Dabei mit der anderen Hand oder dem Körper immer gegen das Ziel halten, damit dieses nicht aus seiner Befestigung gerissen wird. In der Hand, welche die Pfeile zieht, befinden sich keine weiteren Pfeile. Sind die Pfeile schwierig zu ziehen, dann biege sie nicht hin und her, sondern verwende eine Pfeilzielhilfe.
Fremde Pfeile werden nur nach Absprache mit gezogen.

Zu eurer persönlichen Sicherheit:

Vor dem Schießen immer aufwärmen, Schutzausrüstung wie Fingerschutz, Armschutz und Brustschutz verwenden.
Keine zu hohen Zuggewichte schießen, immer lieber ein bisschen weniger als ein bisschen zu viel.
Haare zusammenbinden, Ohrringe, Piercings, Ringe – sprich alles wo ihr hängen bleiben oder euch damit aufkratzen könntet, entweder abnehmen oder abkleben.

Immer zuerst anmelden und bezahlen

Vor Schießbeginn immer die Anmeldung durchführen, so wie sie vom jeweiligen Betreiber verlangt wird. Meist findet dies in Form eines Einschreibens in ein Parcoursbuch statt, oder es müssen entsprechende Anmeldezettel ausgefüllt werden.
Alle verlangten Angaben sind vollständig, leserlich und wahrheitsgemäß zu machen. 

Die Bezahlung hat natürlich ebenfalls in der Form zu erfolgen, wie es vom Anlagenbetreiber vorgesehen ist. Meist muss das Geld in ein beschriftetes Kuvert gegeben und in eine Kassa eingeworfen werden. 

Die Ziele sind nur von den markierten Abschusspositionen aus zu beschießen

Meist handelt es sich dabei um in die Erde gehämmerte Holzpflöcke. Diese sind farblich für unterschiedliche Bogenklassen und/oder Fähigkeitsstufen gekennzeichnet, wobei die Zuordnungen der Farben regional oft unterschiedlich sind. Als Anfänger sind jene Pflöcke zu wählen, von denen das Ziel noch halbwegs sicher getroffen werden kann. Ist auch der am nächsten zum Ziel gestellte Pflock noch zu weit, kann der Abstand in gerader Linie zum Ziel noch weiter verringert werden.
Gibt es drei Pflöcke, ist vom am weitesten entfernt stehenden Pflock ausgehend diese Zuordnung vorgesehen:

Compound bzw. Bögen mit Visier
Bögen ohne Visier
Kinder/Anfänger

Es kann mitunter weitere Pflöcke geben, wie etwa Sonderpflöcke für Schüsse in Zwangslage oder auch einen weiteren Pflock nach dem Anfängerpflock, der für Jugendliche oder schon etwas fortgeschrittenere Anfänger gedacht ist.

Safety First, Sicherheit beim Bogenschießen

Safety First

Richtig am Pflock stehen

Wie am Pflock gestanden werden muss, ist bei Bewerben abhängig vom jeweils gültigen Regelwerk. Vereinfacht gilt häufig: Ein Körperteil muss den Pflock berühren.
Nach WA wiederum, ist der Standplatz in einem Halbkreis von einem Meter Durchmesser hinter dem Pflock einzunehmen.
Nimmt man an Bewerben teil, muss man sich im Vorfeld diesbezüglich über die gültigen Regeln informieren. Sicherheitstechnisch ist nur wichtig, dass man in der Linie der Pflöcke und damit in den Sicherheitsbereichen bleibt, sich also nicht weit seitlich vom Pflock hinstellt.

Bei verschiedenen Bogenklassen/Fähigkeitsstufen zuerst vom am weitesten entfernten Pflock schießen

Wird in der Gruppe von unterschiedlichen Pflöcken aus geschossen, wird immer zuerst vom am weitesten entfernten Pflock aus geschossen und dann zu nächsten Pflock vorgegangen.
Selbstverständlich haben auch hier die anderen immer mit ausreichend Abstand hinter den Schießenden zu stehen.

Beim Pfeile suchen absichern

Wurde das Ziel verfehlt und müssen dahinter Pfeile gesucht werden, sind nachfolgende Schützen unbedingt zu warnen. Dies geschieht, wenn man als Gruppe unterwegs ist, indem eine Person bei den Abschusspflöcken zurückbleibt und nachkommende Personen warnt.
Ist man allein unterwegs, bzw. zur zusätzlichen Absicherung wird wie folgt vorgegangen:

  • Pfeile im Ziel dort stecken lassen.
  • Den Bogen gut sichtbar vor das Ziel lehnen.
  • Bei weiter entfernten Zielen auch Ausrüstungsgegenstände bei den Abschusspflöcken zurücklassen, da der Bogen alleine möglicherweise übersehen werden könnte.
  • Es ist immer darauf zu achten, dass die Absicherung tatsächlich von allen gekennzeichneten Abschusspositionen aus zu erkennen ist.

Das richtige Ziel beschießen

Bei Tiergruppen das richtige Tier beschießen. Viele Betreiber von Bogensportanlagen stellen immer wieder mal Gruppen von mehreren Tieren zwecks Deko und dabei ist meist nur ein Ziel zu beschießen. Dieses ist entweder auf einer Tafel abgebildet, oder es steht nur ein Tier mit der Trefferzone zum Schützen. Möglich ist auch, dass sich nur hinter einem Ziel ein Pfeilfang befindet. Dann ist dieses Tier zu beschießen.
Im Zweifelsfall wählt man jenes Ziel, welches am ehesten den obigen Kriterien entspricht.
Bei manchen Parcours, die für offizielle Bewerbe genutzt werden, stehen bei kleinen Zielen zwei identische Ziele nebeneinander, damit für die Pfeile von Schützengruppen genug Platz vorhanden ist. Die Schüsse der Gruppe teilen sich also gleichmäßig auf diese beiden Ziele auf.

Bei der geringsten Unsicherheit, dass uneinsehbare Bereiche hinter dem Ziel frei von Menschen und Tieren sind, ist das Schießen sofort abzubrechen

Hier gilt dann immer: Nachschauen gehen! Rufen alleine genügt nicht. 

Dabei natürlich nicht auf die eigene Absicherung, so wie oben zum Pfeile suchen beschrieben achten. 

Parcours niemals gegen die Richtung beschießen

Auf Parcours ist die Wegrichtung vorgegeben und die Ziele sind nummeriert. Ein Parcours ist immer nur in die gekennzeichnete Richtung und in Reihenfolge der Ziele zu benutzen.
Wird die Parcoursrunde vorzeitig beendet, folgt man idealerweise den Wegweisern des Parcours und läuft nicht einfach quer durch den Parcours zum Startpunkt zurück. Ist einem der Parcours vertraut und ein sicherer Alternativweg bekannt, kann natürlich auch dieser benutzt werden.
Liegt ein Notfall vor – beispielsweise Kreislaufprobleme, ein verstauchter Knöchel oder ähnliches – und der Weg entgegen der Parcoursrichtung ist der kürzeste Rückweg, wird sinnvollerweise dieser so gewählt werden, dass man nachfolgenden Schützen nicht in den Schuss läuft.

Gutes Verhalten gegenüber Nicht-Bogenschießenden

Parcours sind nur in seltenen Fällen gänzlich umzäunt und befinden sich meist in öffentlich zugänglichem Gelände. Das bedeutet, es ist meist nicht möglich zu vermeiden, dass auch Nicht-Bogenschützen auf dem Gelände unterwegs sind.
Tauchen solche in Gefahrenbereichen auf – klassische Beispiel: Pilzsucher hinter dem Pfeilfang – sollte im Rahmen eines guten Miteinanders das freundliche Gespräch gesucht werden, indem die Personen auf die entsprechenden Gefahren aufmerksam gemacht werden.
Eventuell auch dem Betreiber Bescheid geben, eventuell kann dieser noch mehr Hinweisschilder oder Markierungen anbringen.

Pflöcke und Ziele niemals umstellen

Dies ist einzig und alleine dem Parcoursbetreiber vorbehalten.

Sich auf den Parcoursbesuch vorbereiten

Bevor ihr einen Parcours besucht, informiert euch bestmöglich über die Gegebenheiten, um eure Ausrüstung – Kleidung, Essen, Trinken – entsprechend wählen zu können. Bedenkt, dass vor allem, wenn ihr in der Gruppe unterwegs sind, eine Parcoursrunde durchaus mehrere Stunden dauern kann. 

Schießzeiten einhalten und Rauchverbot beachten, das Gelände immer sauber halten

Schießzeiten sind unbedingt einzuhalten – diese dienen der Schonung der Tierwelt.
Rauchverbote sind natürlich ebenfalls unbedingt einzuhalten.
Jeglicher Müll – insbesondere Pfeilschrott! – ist mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Für gute Sichtbarkeit sorgen

Es sollte gut sichtbare Kleidung getragen werden.
Obwohl die Entfernungen beim Bogenschießen auf Bogenparcours selten so weit sind, dass Personen in schlecht sichtbarer Kleidung übersehen werden könnten, empfiehlt es sich der zusätzlichen Sicherheit wegen dennoch, gut sichtbare Kleidungsstücke zu tragen.
Tarnkleidung, Militärkleidung ist auf einigen Parcours nicht erwünscht und entsprechend in den Parcoursregeln verboten. Falls ihr gerne so etwas anzieht, einfach im Vorfeld informieren.

Bei umgefallenen Zielen:

Falls Ziele auf einem Parcours schräg stehen oder umgefallen sind: Dies kommt vor allem bei 3D Zielen, die mit Stangen im Boden befestigt sind, immer wieder vor. Bei kleineren, leichten Zielen, könnt ihr eventuell versuchen, die Stangen wieder in die Löcher in die Erde zu stecken, sofern diese noch vorhanden sind, oder das schräge Ziel wieder aufzurichten.
Größere Ziele haben einiges an Gewicht und wenn sie einmal schräg stellen oder umgefallen sind, müssen die Stangen meist neu in die Erde gehämmert werden. Dies bitte dem Anlagenbetreiber überlassen.
Idealerweise schreibt ihr nach der Runde eine Notiz ins Parcoursbuch, damit der Betreiber Bescheid weiß, oder ihr hinterlasst ihm auf andere Art und Weise eine Nachricht.

Anzahl der geschossenen Pfeile begrenzen

Sofern im Vorfeld nicht festgelegt wurde, wie viele Pfeile jeder schießt, zwischendurch immer wieder mal schauen, ob nicht die anderen bereits ewig auf einen warten. Falls diese der Fall ist, Schießen einstellen und Signal zum Pfeile holen geben.
Auf 3D-Parcours gibt es zuweilen eine in den ausgehängten Regeln festgesetzte Anzahl an Pfeilen, die pro Person das Ziel treffen dürfen, so wie eine Begrenzung der maximalen Versuche pro Ziel. Dies dient der Schonung der Ziele und einem flüssigen Schießbetrieb.
Finden sich keine Hinweise darauf in den Parcoursregeln, lasst bitte dennoch Augenmaß walten.
Ein guter Richtwer: Maximal 3 Versuche pro Ziel und aufhören, sobald ein Pfeil das Ziel getroffen hat.

Den Schießbetrieb nicht aufhalten

Tragt zu einem flüssigen Schießbetrieb bei, insbesondere auf 3D-Parcours mit großem Besucherandrang. Hier ist es üblich, dass langsamere Schützen aufschließende Schützen überholen lassen. Das geschieht in der Regel so, dass man die nachfolgenden Schützen ebenfalls gleich auf das Ziel schießen und ihnen beim nächsten Ziel dann den Vortritt lässt. Damit werden lange Staus vermieden. Bei größeren Gruppen, wo es sehr lange dauert, bis alle ihre Versuche gemacht haben, ist es auch fair, die Nachkommenden zwischendurch auf das Ziel schießen und ihre Pfeile holen gehen zu lassen.
Achtung: Bei Turnieren ist Überholen meistens verboten!

Andere Schützen beim Schießen nicht stören

Dies bedeutet: Gespräche – falls überhaupt – nur gedämpft und in ausreichendem Abstand führen. Schüsse anderer nicht kommentieren. Generell immer ausreichend Abstand halten.

Seid hilfsbereit, aber bitte nicht aufdringlich

Wenn ihr seht, dass andere Schützen mit Material oder Schießtechnik Probleme haben, könnt ihr immer eure Hilfe anbieten. Drängt euch aber nicht auf, lasst Feingefühl walten.
Oft möchten Bogenschießende auch einfach mal alleine und ungestört Dinge ausprobieren – das muss ebenfalls akzeptiert werden.

Auf Sicherheitsrisiken hinweisen, aber höflich bleiben!

Wenn ihr Personen seht, die sich nicht an die Sicherheitsregeln halten, weist sie sachlich darauf hin, bleibt aber immer höflich. Sind Personen dennoch uneinsichtig, notiert euch die Uhrzeit der Begegnung und meldet den Vorfall dem Anlagenbetreiber.

Bei Bewerben...

Es gibt zahlreiche lokale Turniere, die von Vereinen und Betreibern ausgerichtet werden, sowie offizielle nationale und internationale Wettkämpfe, die von diversen Organisationen im Bogensport organisiert werden.
Dabei kommen unterschiedliche Regelwerke bezüglich Bogenklassen, Wertung, Distanzen und Ablauf zur Anwendung. Vor der Teilnahme einer solchen Veranstaltung sollte ihr euch also immer über das geltende Regelwerk informieren und die nötigen Informationen dazu erfragen. Bei Veranstaltungen der offiziellen Organisationen findet ihr die Regelwerke meist auch irgendwo auf deren Webseiten.
Im Verhalten anderen Teilnehmern gegenüber sollte es für euch natürlich selbstverständlich sein, dass die sportliche Fairness immer an erster Stelle zu stehen hat.

Letzter Punkt: Normale Umgangsformen

Im Bogensport ist die Anrede per Du geläufig. Trotzdem bleiben ganz normale Umgangsformen, so wie ihr sie in der Benimm-Schule erlernt habt und wie sie auch sonst im Alltag gepflegt werden, selbstverständlich.

Gut, damit sind wir mit den Sicherheitsregeln auch schon wieder durch. Nochmal die Erinnerung: Lest auf Bogensportanlagen dennoch immer wieder die dort aushängenden Regeln, damit ihr Bescheid wisst, ob es noch zusätzliche, weitere Regeln gibt.
Und wenn ihr euch nicht sicher seid, wie der genaue Ablauf beim Schießen auf einer Bogensportanlage ist, fragt einfach die anderen Bogenmenschen dort danach.

Unsere Bitte zum Abschluss:

Unseren Erfahrungen nach kommt es beim Bogenschießen hauptsächlich durch Unkenntnis der oben genannten Regeln zu für die Allgemeinheit gefährlichen Situationen.
Sofern die diesbezüglichen Regeln beherzigt werden, stellt eine unvorteilhafte Schießtechnik an sich meist “nur” eine mögliche Gefahr für die Schießenden persönlich dar. Insbesondere eine über einen längeren Zeitraum praktizierte, Technik, die den Körper unvorteilhaft belastet, kann diverse Probleme verursachen.
Wir vertreten die Meinung, dass jeder mit seinem Körper machen darf, was er möchte, solange er dabei keine Gefahr für andere darstellt. Dennoch möchten wir euch ans Herz legen, euch als Anfänger die Grundtechnik zum Bogenschießen von darin erfahrenen Personen zeigen zu lassen.

Prüfung zur Sicherheitsschulung

Wenn Du zur Online-Prüfung antreten möchtest, kannst Du unten auf „Prüfung starten“ klicken und Dich als SchülerIn der Bogenmensch Bogenschule registrieren. Dir entstehen dadurch keine Kosten oder Verpflichtungen. Die Prüfung startet direkt nach der Anmeldung.
ACHTUNG: Es sind maximal 2 Versuche pro Person möglich. Solltest Du weitere Versuche benötigen, schreib uns bitte eine E-Mail.
Nach erfolgreichem Abschluss erhältst Du automatisch eine e-mail mit dem entsprechenden Zertifikat. Der Name auf dem Zertifikat entspricht jenem, den Du bei der Anmeldung angibst. Achte also auf Tippfehler. 

Die Nutzung der LMS-Plattform über die dieses Quizz läuft, kostet uns jährlich €600,-
Um weiterhin kostenlose Angebote wie diese, oder beispielsweise auch unser Lernquiz zur Schießtechnik anbieten zu können, benötigen wir Deine Unterstützung.
Dies kannst Du einfach tun, indem Du Deine nächste Shoppingtour über einen Link zu einem unserer Werbepartner startest oder Dir einen rosa Elefanten oder ein Poster zum Schussablauf kaufst.
Vielen Dank!

Noch mehr freuen wir uns aber natürlich, dich vielleicht zukünftig als TeilnehmerIn an einem unserer Kurse begrüßen zu dürfen. Informiere Dich hier über unser Kursangebot: https://bogenmensch.at

Oder unterstütze unser Projekt durch eine positive Bewertung auf Trustpilot: https://de.trustpilot.com/review/bogenmensch.at

Trainerausbildung

Dreitägiger Intensivkurs "Trainer*in für achtsamkeitsbasiertes Bogenschießen"

Mentaltraining

Persönlich oder via Zoom

Stille Runde

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kostenlos & online

Sicherheitsschulung und Prüfung

Achtsam Bogenschießen

Achtsam BogenschießenGelebte Mindfulness ist gerade in der heutigen Zeit ein wesentlicher Bestandteil eines ausgeglichenen Lebensstils. Während TV, Radio und Internet uns unentwegt mit Warnungen vor allem Möglichen überfluten, erleben wir kaum noch den Augenblick und verlieren uns stattdessen in Sorgen und Befürchtungen. Dieses Buch beschreibt Prinzipien der Achtsamkeit am Beispiel des achtsamen Bogenmenschen. Mit Übungen und Überlegungen lädt es dazu ein, die Achtsamkeit wieder stärker in das Leben zu integrieren. Dabei kann jeder – auch ohne selbst Bogen zu schießen – ein achtsamer Bogenmensch werden.
So mancher wird nach der Lektüre vielleicht auch selbst mit dem – achtsamen – Bogenschießen beginnen wollen.
Für bereits aktive Bogenschießende kann Mindfulness dem Bogenschießen eine neue Qualität verleihen sowie als Hilfe gegen Target Panic dienen.

Praxis und Vermittlung des achtsamkeitsbasierten Bogenschießens

Praxis und Vermittlung des achtsamkeitsbasierten Bogenschießens. Anleitung, Manfred HerrmannDieses Buch setzt Grundkenntnisse in Bezug auf das Bogenschießen an sich voraus und verfolgt das Ziel, die Verbindung von Achtsamkeit und Bogenschießen zu vertiefen sowie Menschen, die dies wiederum an andere weitergeben möchten, zu unterstützen.
Es besteht aus zwei Teilen.
Der erste Teil beinhaltet das Lern-/Übungsskript der Basisausbildung für achtsamkeitsbasiertes Bogenschießen in Form eines Selbstlernkurses, verknüpft mit Reflexionsaufgaben in Textform, so wie er im Rahmen der Bogenmensch-Bogenschule angeboten wird. Die Reflexionsaufgaben, die Kursteilnehmer normalerweise schriftlich absolvieren, wurden dabei ebenfalls in der ursprünglichen Angabe in diesem Buch belassen, da sie...